Bericht GP Hollabrunn, 25.4.2010

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Clubs !

Der GP in Hollabrunn war wie immer erstklassig vorbereitet, egal ob das die Maschinen, die Startnummern, die Rotteneinteilung oder die Standeinteilung betraf. Man hat hier sehr deutlich das Bemühen der ganzen Hollabrunner Mannschaft gesehen. Um so bedauerlicher ist daher die geringe Beteiligung von nur 36 SchützenInnen bei dieser Veranstaltung. Wenn man ein bisschen den Ursachen nachgeht, kann man nicht verschweigen, dass eine der Ursachen auch der Umstand ist, dass der neue Referent FITASC-Disziplinen, in seinen Qualifikationsrichtlinien den COMPAKSPORT-Veranstaltungen den Status eines Ranglistenschiessens insofern entzogen hat, dass für die Vergabe von Fördermittel seitens des ASF ausschließlich (!)  die RL-Parcours herangezogen wird. 
Dies und auch der Umstand, dass SchützenInnen, statt sich auf den nächsten Durchgang in Ruhe vorzubereiten, die Schreibarbeit bei den Rottenblättern in der nächsten Serie übernehmen müssen, viele SchützenInnen davon abhält, sich an CPS Schiessen zu beteiligen. Vielleicht könnte man hier, wenigstens auf nationaler Ebene, eine schützenfreundlichere Lösung ins Auge fassen.
Es ist sehr schade, dass damit das hochinteressante CPS Schiessen, welches auch sehr gut das jagdliche Schiessen mit sehr geringem Aufwand ersetzen kann, dadurch abgewertet wird.
Hollabrunn überlegt ernstlich, Abstand vom GP Österreich CPS ab dem Jahr 2011 zu nehmen. Wir, die PC und CPS Schützenszene in Österreich, würden wieder um ein attraktives Schiessen ärmer werden und müssten uns womöglich Veranstaltern ausliefern, welche Schiessen und den Umgang mit den Teilnehmern nicht so ernst nehmen wie dies eben in Hollabrunn der Fall ist.
Im Namen der österreichischen PC und CPS Szene ersuche ich alle Verantwortlichen, hier Abhilfe  und Voraussetzungen zu schaffen, damit sowohl  den Veranstaltern, als auch den SchützenInnen  Möglichkeiten gegeben werden, zur aller Zufriedenheit Wettkämpfe abzuhalten und zu besuchen.

Sechsunddreißig Damen und Herren trafen sich zum diesjährigen Großen Preis von Österreich 200 Ziele CPS, in Hollabrunn. Dies waren fast siebenundzwanzig Prozent (!!) weniger SchützenInnen als im Jahr 2009. Unter den Teilnehmern waren zwei ungarische und drei deutsche Schützen. Am ersten Tag war das Wetter eher kühl aber sonnig mit leichtem Wind.  Bei sehr schönem, sonnigem und warmen  Wetter wurde am Sonntag der Wettkampf  mit guten Ergebnissen fortgesetzt und es   wurde  sehr erbittert und ambitioniert um die Ränge gekämpft.

Am Bewerb nahmen fünf Jugendliche in der Schülerklasse und ein Schütze in der  Juniorenklasse, drei Damen, sechzehn Senioren, sieben Veteranen und vier Superveteranen teil.

Herwig Schneider und seine Mannen haben z.T. neue Maschinen installiert,  alte  umgestellt und so einen sehr schönen, sehr abwechslungsreichen Parcours mit insgesamt 28 Maschinen geschaffen. Die vermeintlich leichten Ziele waren nicht immer so leicht, durch den Einbau von sehr vielen Doubletten, sowohl  Jagd- als auch Simultandoubletten, wurde der Wettkampf anspruchsvoll und sehr interessant.  Einzelne Durchgänge erreichten europäisches Format hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades und der Auswahl der Ziele.

Die Damenklasse entschied Christine Roth aus Deutschland mit einer guten  Leistung mit 152 Treffern  vor unserer Regine Scheichenost, welche 140 Treffer erzielen konnte, für sich. Marianne Krippel schoss  114 Treffern und wurde Dritte.

In der Juniorenklasse war Melcher Fefi allein, er musste in der Seniorenklasse schießen. Fefi erreichte am ersten Tag 86 Treffern, schoss am zweiten Tag  83 Treffer und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. In der Jugendklasse klafft derzeit, nach dem Abgang von Sammer Peter, Mattäus Mayr Melnhof, Rohner Maxi, Rathammer Matthias  und Gregori Florian, und dem Maturastress einiger guter Juniorschützen, eine große Lücke. 

In der Schülerklasse, in der fünf Jugendliche antraten, war erstmals der Hollabrunner Alexander Grasspointner ganz vorne. Alexander hat das Talent und auch die Einstellung, einmal um die Spitze mit zu schießen. Vielen Dank auch an seine Frau Mama, welche ihn in allen Belangen hervorragend unterstützt und diese Leistungen erst möglich macht.
Zweiter wurde Sebastian Korkisch, der  mit 138 Treffern wieder eine Talentprobe ablegte.
Martin Zendrich, der Aufsteiger des Jahres 2008 und 2009, musste sich diesmal mit dem dritten Platz zufrieden geben. Er erreichte 134 Treffer und blieb damit weit unter seinen Erwartungen.  Martin hat derzeit sehr viel um den Hals, er wird sicher wiederkommen und wie bisher unser Jüngsten ein Vorbild sein.

Sehr spannend ging es bei den Senioren zu. Gruber Christoph schoss  am ersten Tag 88 Treffer, ihm gelang am zweiten Tag, bei erschwerten Bedingungen mit 89 Treffern das höchste Ergebnis und er gewann den GP mit zwei Scheiben Vorsprung und  dem sehr guten Gesamtergebnis von 177 Treffern. Zweiter wurde der immer besser in Fahrt kommende Wolfgang Lagler, der mit 175 Treffern und 88 Scheiben am zweiten Tag eine sehr starke Leistung brachte. Dritte wurde Hufnagl Ralf, am ersten Tag mit 87 Treffern sehr gut unterwegs, schoss am zweiten Tag 84 Treffer und erreichte gesamt 171 Treffer.

Die Veteranenklasse entschied unser Freund Bucsko Mihaly mit einem starken Finale und 150 Treffern für sich. Zweiter wurde  unser Freund aus Oberösterreich, Sepp Bauernfeind, der leider mit der letzten Serie den sicheren Sieg vergab und 149 Treffer erzielen konnte. Dritter wurde Hans Schuckert aus Schrick mit 138 Treffern.

In der Superveteranenklasse wurde es noch einmal sehr spannend. Der Hausherr, Wiesi Johann  schoss  in der letzten Serie 21 und gesamt 153 Treffer und sicherte sich damit den Sieg. Zweiter wurde ich selbst mit 152 Treffern vor unserem Freund aus Deutschland, Huber Ewald, der 146 Treffer erzielen konnte.

Noch ein Wort zum Abschluss zur Kantine in Hollabrunn. Es war einfach grandios, was uns SchützenInnen hier geboten wurde. Ein Steak mit hervorragendem Rindfleisch, vom Feinsten, exzellent zubereitet und wie immer auch der Fisch vom Besten. Dazu eine Bedienung, welche freundlicher nicht sein könnte und zum Schluss die Preise, moderat, menschenfreundlich und  in üblichem Rahmen. Die Hollabrunner Kantine ist nicht nur Kantine im guten Sinn des Wortes, sondern eine feine Gaststätte und sicher die beste auf allen österreichischen Schiessanlagen.

Ein Dank auch an die Richter und Puller und an die ganze Hollabrunner Mannschaft für diese Veranstaltung und last but not least einen Dank für die freiwillige Ermäßigung  des Nenngeldes bei den Junioren.

Köflach, am 26. April 2010
Hermann Traussnigg

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