Bericht Trainingswettkampf 19.2.2017

Zweiter Wettkampf, die Sonne lachte, 58 Schützen am Start!

Für die Schützen war das Wetter aber unmaßgeblich, denn die Munition war jedenfalls Weltklasse. Ultimate Performance – Diamond Shot – Extreme Range – High velocity – Smart Strike - Hyperfast – Atomic – Superior Shot Pattern – Mach3. Die Attribute der jeweils bevorzugten Patronen überschlugen sich in Superlativen. Und natürlich besteht die gewählte Patrone, die trifft wie Gift, nur aus Top Komponenten und bringt im Wettkampf den entscheidenden Vorteil. Der Preis? Man gibt keine genaue Auskunft, aber jedem zu verstehen, dass sich der tiefere Griff in die Tasche im Ergebnis durchaus bemerkbar machen würde. Auch die Psychotricks werden also ausgepackt. Die eine oder andere Wette ist ebenfalls am laufen. Willkommen beim 2. Teil des Kettner Frühlingscups!

Geschossen wurde auf 4 Ständen. Das perfekt organisierte Mannlicher Europaschießzentrum lief im Australischen System, im Vollbetrieb und ohne Pause. Jede Art von Wurfscheibe, alle möglichen Distanzen, Höhen, Geschwindigkeiten und Richtungen waren vorhanden. Die eine oder andere Doublette brachte manche Schützen schon beim Betrachten zum Verzweifeln, ebenso das Fehlen scheinbar einfachster Ziele. Lag es am Können oder gar an der falschen Patrone? Für den Sieger, Ralf Hufnagl mit 93 Treffern, dürfte das eine wie das andere aber gepasst haben. Hinter ihm erreichten mit 88 Treffern Michael Traupmann Platz Zwei, mit 87 Treffern Krisztian Korban Platz Drei. Herzliche Gratulation an dieser Stelle! Komplimente auch an die jeweiligen Klassensieger. Besonders erwähnenswert ist die Klasse der Superveteranen, wo es bis zum Schluss spannend blieb und sich schließlich Heinrich Münzberger mit 85 Treffern durchsetzen konnte. Die Details dazu sind unter Ergebnisse zu finden.

Hohe Resultate und beste Stimmung prägten den gesamten Trainingswettkampf. Allerdings kam es auch zu einer Skurrilität, die man so noch nicht gesehen hatte: Ein gleichzeitiges Niederlegen der Waffen. Die Flinten der Schützen schwiegen für mehrere Minuten. Die Ursache dafür lag wunderbarerweise aber hunderte Kilometer entfernt, nämlich in der Schweiz. Als Marcel Hirscher im zweiten Durchgang des Slaloms von St. Moritz zum Weltmeistertitel fuhr, stand an mehreren Ständen kein Schütze im Ring, auch keine Rotte nahe des Rings. Man gruppierte sich um Laptops und Handys um Hirschers Lauf live verfolgen zu können. Welch ein erstaunlicher Brückenschlag von Sportart zu Sportart. Erst nach der siegreichen Zieldurchfahrt wurde der Wettkampf wieder aufgenommen. Die Richter erteilten keine Verwarnungen, keine Tauben wurden abgezogen. Es war eben ein schönes Schießen in freundschaftlicher Atmosphäre und man verabredete sich bereits für den 3. Teil des Kettner Frühlingscups in Schattendorf.

Dort freuen wir uns besonders auch auf jene, die wir bisher vermisst haben!

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