Bericht 8. Alpen Adria GP 2012 in Tolmezzo

ASF LANDESVERBAND KÄRNTEN – SCHÜTZENCLUB
B. GIORGINI UND SPORTING CLAYS CLUB AUSTRIA

Liebe Freunde und Mitglieder!

Sechsundneunzig (!) Schützen und Schützinnen aus fünf Nationen, nahmen in diesem Jahr an unserem ALPE ADRIA GRAND PRIX 2012 in Tolmezzo/Verzegnis in Italien teil. Gegenüber dem Jahr 2011 war dies eine deutliche Teilnahmesteigerung, dies dürfte auch auf den Umstand, dass der diesjährige GP Alpe Adria ein österreichisches RL-Schiessen war, zurück zu führen sein.
Auch die Internationalität konnte sich sehen lassen. So waren neben unseren fünf deutschen Freunden acht italienische, vierzehn slowenische, acht ungarische Schützen und einundsechzig österreichische Damen und Herren am Start.
In nur acht Jahren hat sich damit der ALPE ADRIA GP JPC in Tolmezzo zur zweitgrössten österreichische Schießveranstaltung 200 Ziele JPC und CPS (nach Schrick), entwickelt. Sehr deutlich wurde der Bedarf einer großen PC-Veranstaltung für Italien, Slowenien und den Süden Österreichs, aufgezeigt.
Dieser JPC - Bewerb im Kärntner - Oberitalienischem Raum wurde in diesem Jahr zum achten mal ausgetragen und hat sich als Fixpunkt im Veranstaltungs-Jahresablauf ganz hervorragend entwickelt.
Umgeben von der herrlichen karnischen Bergwelt, war das Schießen auf diesem Parcours wie immer ein Erlebnis. Mauro Cracco von unserem Partnerclub B.Giorgini/Tolmezzo-Verzegnis und sein Team, haben sich auch in diesem Jahr sehr viel Mühe gemacht, Stände z.T. neu bzw. umgebaut, oder adaptiert und viele vorhandene Maschinen neu positioniert. Dies ist der Anlage sehr gut bekommen. Das Schießen wurde, vor allem am zweiten Tag, schwerer. Dazu kam das feuchte und schwüle Wetter. Vor allem am zweiten Tag waren die letzten Rotten sehr davon betroffen. Die Anforderungen an die Kondition und das Stehvermögen der Teilnehmer waren ganz schön beachtlich.
Das Schießen fand auf vier Campi (Layouts) statt. Es wurden pro Layout auf je drei Ständen jeweils 8 bzw. 9 Ziele mit je zwei Doubletten geschossen. Dies ergab in Summe 104 Einzelscheiben und 96 Wurfscheiben als Doubletten. Die Anforderungen waren dadurch sehr hoch und die Ergebnisse entsprachen auch dem Schwierigkeitsgrad. Die sportliche Herausforderung lag auch zum Großteil daran, dass die meisten Ziele aus dem Wald oder dem Gebüsch kamen. Nur ganz wenige Maschinen waren zu sehen, die Ziele waren einfach nach dem Abruf in der Luft, mussten aufgenommen und beschossen werden.
Auf Grund der umfangreichen Vorbereitung konnte der Start, wie vorgesehen pünktlich erfolgen. Die Startzeit von zwanzig min. bis zur nächsten Rotte waren fast zu lange, man konnte z.T. viel früher auf dem nächsten Parcours gehen und es gab daher auch einige unliebsame Wartezeiten. Am zweiten Tag, Startbeginn 8h30, wurde die Startzeit auf fünfzehn min. gekürzt, die Rotten konnten pünktlich beginnen und es konnte der Zeitplan gut eingehalten werden. Um 15h00 war das Schießen mit insgesamt 96 Teilnehmern und dem Stechen beendet.
Leider gab es auch manche durchaus berechtigte Kritik, welche die Veranstalter sehr ernst nehmen und in Zukunft entsprechend reagieren werden. Unverständlich aber die Drohung, sofort nach Hause zu fahren, weil ein jüngerer Schütze einem älteren Schützen beim Schießen half. Dies störte sicher den Ablauf des Schießens in der Rotte, wäre aber sicher mit einigen Sätzen innerhalb der Rotte aus dem Weg geräumt gewesen. Daraus eine Affäre zu machen war sicher überzogen und nicht sehr sportlich.
Sehr familiär und in bester Stimmung wurde gemeinsam der Grillabend verbracht. Die drei Veranstalter luden alle angemeldeten Personen zum gemeinsamen Grillabend und konnten den Teilnehmern ein ausgezeichnetes Essen mit Vorspeise, Grillhauptspeisen und Nachtisch bieten. Dazu zur Begrüßung Rosewein aus Ungarn, gespendet von unseren ungarischen Schützenfreunden, welche zu acht den weiten Weg zu uns gekommen waren um bei unserer Veranstaltung dabei zu sein. Besonders erwähnenswert die überaus freundliche und entgegenkommende Bedienung durch das Gastroteam. Dieser gemeinsame Abend war ein Erlebnis und diente sehr der Vertiefung von Freundschaften, es gab keine sprachlichen Barrieren, die Hände und Füße wurden halt manchmal bei der Verständigung zu Hilfe genommen. Bezeichnend für die Härte des Tages war der Umstand, dass um zweiundzwanzig Uhr dieser schöne Abend zu Ende ging, alle waren sehr müde.
Große Hilfe und sehr präsent war, wie jedes Jahr, der LV-Präsident von Kärnten, Franz Christian Berger. Er schoss auch selbst mit, räumte aber mit seinen Italienischkenntnissen viele Unklarheiten beiseite.
Leider wurde beim Veranstalter eingebrochen, und ziemlicher Schaden verursacht. Das von der FIDASC (einem der italienischen Verbände für das Parcourschießen) zur Verfügung gestellte Programm funktionierte nicht richtig, die Ergebnisse konnten nur für die jeweils ersten Drei in jeder Klasse bekannt gegeben werden. Im Namen des Veranstalters entschuldige ich mich für die Wartezeiten und die unvollständige Bekanntgabe der Ergebnisse.

Zum Sportlichen. Den bisher schwierigsten Alpe Adria GP, 200 Ziele JPC 2012, gewann als Gesamtsieger mit 179 Treffern, einer der derzeit wohl besten und auch beständigsten Schützen in Österreich, Fefi Melcher mit einer großartigen Leistung. Ratzenböck Karl mit 176 Treffern als Zweiter, Hufnagl Ralf mit 173 Treffern als Dritter und Steibl Roman mit 169 Treffern als Vierter, da zeigten unsere österreichischen Spitzenschützen sehr deutlich das derzeitige Leistungsvermögen auf. Dazu kam noch das tolle Ergebnis von Wolfgang Lagler, der in der Veteranenklasse mit 176 Treffern diese mit 23 Scheiben Vorsprung vor Mitja Kersnik gewann.
Ganz eindrucksvoll unser Schüler Fritz Georg Paul, der mit 14 1/2 Jahren 166 Treffer schoss, die Schülerklasse mit beachtlichem Vorsprung gewann und mit seinem Ergebnis den sechsten Platz von 96 Teilnehmern erreichte. Hier wächst ein ganz großes Talent nach.

Kopper Renate, welche in diesem Jahr gerade einmal eine halbe STM schoss, zeigte ganz deutlich ihr Leistungsvermögen auf und gewann die Damenklasse vor Roth Christiane mit 145 Treffern und Regine Scheichenost, die 143 Treffer erreichte.

Bei den Junioren gab es ein ganz feines Stechen um den ersten Platz. Grasspointner Alexander und Schmid Christoph schossen je 153 Treffer. Im Stechen über 25 Scheiben setzte sich Alexander mit sehr guten 22 Treffern vor Schmid Christoph, der ebenfalls sehr gute 20 Treffer auf einem schwierigem Parcours schoss, durch.

Die Superveteranenklasse war mit elf Schützen vertreten. Spitzka Heinz, unser langjähriger deutscher Schützenfreund schoss 149 Treffer und gewann diese Klasse vor mir mit 144 Treffern. Dritter wurde Heini Münzberger, der 138 Ziele schoss.

In der Zusammenfassung kann man wohl, abgesehen von einigen Mängeln, welche sicher nicht mehr vorkommen werden (es gibt eben nichts, was nicht verbessert werden könnte), von einer sportlich großartigen Veranstaltung sprechen. Der Zeitplanung entsprechend war sie auch eine gute Vorbereitung für die EM PC in Portugal. Der familiäre Charakter war durch das gemeinsame Grillessen wie immer sehr im Vordergrund.

Im Namen der Veranstalter freuen wir uns schon jetzt auf ein gemeinsames Wiedersehen im Jahr 2013.

Nochmals ein Dank an alle Teilnehmer
Mit sportlichen Grüßen Köflach, am 11. Juni 2012

Hermann Traussnigg

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